KI-Kompetenzen: Warum Unternehmen eine Weiterbildungsstrategie brauchen

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Stell dir vor, du arbeitest in einem Betrieb, in dem Computerprogramme Aufgaben übernehmen, die früher Menschen gemacht haben. Das klingt nach Science-Fiction, ist aber schon heute Realität. Künstliche Intelligenz, kurz KI, verändert die Arbeitswelt rasant. Viele Firmen bieten ihren Mitarbeitern Weiterbildungen an. Leider fehlt oft ein klarer Plan, wie diese Schulungen ablaufen sollen. Das zeigt eine neue Studie des TÜV-Verbandes.

Was ist KI und warum ist sie wichtig für deine Zukunft?

KI ist ein Programm, das lernt, selbstständig Probleme zu lösen. Ein bekanntes Beispiel ist ChatGPT, ein Chatbot, der Texte schreiben kann. Oder du kennst vielleicht Sprachassistenten wie Siri oder Alexa. Diese Systeme werden immer intelligenter und können immer mehr Aufgaben übernehmen. Deshalb ist es wichtig, dass du verstehst, wie sie funktionieren und wie du sie sicher nutzt. In vielen Berufen wirst du in den nächsten Jahren mit KI zusammenarbeiten.

Die Studie: Viele Unternehmen tun zu wenig

Für die TÜV Weiterbildungsstudie 2026 wurden 500 Chefs und Personalverantwortliche befragt. Drei von vier Unternehmen (75 Prozent) bieten ihren Mitarbeitern Weiterbildungen an. Das klingt erstmal gut. Aber nur 29 Prozent haben eine schriftliche Strategie, also einen festen Plan, wer wann was lernen soll. Außerdem geben 65 Prozent der Firmen pro Mitarbeiter und Jahr höchstens 1000 Euro für Weiterbildung aus. Das ist nicht viel, wenn man bedenkt, wie schnell sich Technologien ändern.

Die Studie zeigt auch, dass viele Unternehmen einen großen Bedarf an neuen Qualifikationen sehen. Besonders gefragt sind Führungsqualitäten, digitale Grundkenntnisse und Fachwissen. Aber KI-Kompetenzen stehen ganz oben auf der Liste. Jedes zweite Unternehmen sagt, dass der Bedarf an KI-Weiterbildung hoch ist. Trotzdem fehlt oft eine klare Strategie, wie diese Schulungen organisiert werden sollen.

Warum eine Weiterbildungsstrategie so wichtig ist

Wenn du in einem Unternehmen arbeitest, das keine klare Strategie hat, weißt du vielleicht nicht, welche Kurse du besuchen sollst. Du lernst dann vielleicht Dinge, die für deinen Job gar nicht wichtig sind. Oder du bekommst keine Zeit, um das Gelernte auszuprobieren. Andreas Ollhoff, Geschäftsführer der TÜV Rheinland Akademie, sagt: „Viele Unternehmen ermöglichen Weiterbildung, aber häufig fehlen klare Prioritäten, Lernpfade und Zeitbudgets – gerade bei einem dynamischen Thema wie Künstlicher Intelligenz.“ Das bedeutet: Du brauchst Orientierung, welche KI-Anwendungen für deinen Arbeitsalltag relevant sind und wie du sie sicher nutzt.

Isabell Czornik, Expertin für KI-Weiterbildungen, ergänzt: „In vielen Bereichen geht es aktuell weniger um komplexe Programmierkenntnisse, sondern darum, KI-Werkzeuge fundiert einschätzen und in bestehende Prozesse einbinden zu können.“ Du musst also nicht programmieren können, aber du solltest verstehen, was KI kann und wo ihre Grenzen liegen. Zum Beispiel: Ein KI-Programm kann Texte schreiben, aber es kann nicht überprüfen, ob die Informationen richtig sind. Das musst du selbst machen.

Was Unternehmen tun können

Die TÜV Rheinland Akademie bietet verschiedene Kurse an, um Unternehmen und Mitarbeiter fit für KI zu machen. Dazu gehören Einführungskurse, in denen du die Grundlagen von KI lernst. Du erfährst, wie KI funktioniert, wo sie eingesetzt wird und welche Risiken es gibt. Es gibt auch Schulungen, die dir zeigen, wie du KI sicher im Arbeitsalltag nutzt – zum Beispiel für Texte, Daten oder Bilder. Und es gibt spezielle Trainings für verschiedene Berufsgruppen, wie Produktion, Qualitätsmanagement oder Verwaltung.

Die Kurse finden nicht nur in Präsenz statt, sondern auch online als Live-Training oder als E-Learning. So kannst du lernen, wann und wo du willst. Wichtig ist aber, dass du das Gelernte auch anwenden kannst. Deshalb betont die Expertin: „Weiterbildung zu KI ist kein einmaliges Projekt. Beschäftigte brauchen die Möglichkeit, Neues schrittweise auszuprobieren, Erfahrungen zu reflektieren und ihr Wissen regelmäßig zu aktualisieren.“

Was bedeutet das für dich als Hauptschüler?

Vielleicht denkst du jetzt: „Das betrifft mich doch noch gar nicht.“ Aber das stimmt nicht. KI wird in den nächsten Jahren in fast allen Berufen eine Rolle spielen. Egal, ob du später im Handwerk, im Verkauf oder im Büro arbeitest – du wirst mit KI-Programmen zu tun haben. Deshalb ist es gut, wenn du jetzt schon lernst, wie du mit solchen Systemen umgehst. Vielleicht hast du in der Schule schon mal einen Chatbot ausprobiert oder ein Programm, das Bilder erstellt. Das ist ein guter Anfang.

Wenn du später eine Ausbildung machst, achte darauf, dass dein Ausbildungsbetrieb dir Weiterbildungen anbietet. Frage nach, ob es Kurse zu KI gibt. Und wenn du irgendwann selbst Chef bist, denk daran: Eine gute Weiterbildungsstrategie hilft nicht nur dir, sondern auch deinen Mitarbeitern. Denn wer sich weiterbildet, bleibt auf dem Laufenden und kann bessere Arbeit leisten.

Fazit: Jetzt handeln, sonst droht die Qualifikationslücke

Die Studie zeigt deutlich: Viele Unternehmen erkennen den Bedarf an KI-Kompetenzen, aber sie handeln nicht konsequent. Ohne eine klare Strategie lernen Mitarbeiter vielleicht das Falsche oder gar nichts. Das führt zu einer Qualifikationslücke – die Firma hat nicht genug Fachkräfte, die mit KI umgehen können. Dabei wäre es so einfach: Mit gezielten Kursen und einer guten Planung können alle profitieren. Also, wenn du die Chance hast, an einer KI-Weiterbildung teilzunehmen, nutze sie. Es lohnt sich für deine Zukunft.

Quellenangabe: Dieser Artikel basiert auf einem Originalartikel: https://www.presseportal.de/pm/31385/6266028

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Sebastian Krötzsch
Autor

Sebastian Krötzsch

Sebastian Krötzsch schreibt auf sebask.de über Künstliche Intelligenz, Automatisierung, digitale Systeme und die Frage, was davon im Alltag wirklich nützlich ist. Ohne Buzzword-Nebel, dafür mit klarem Blick auf Praxis, Tools und echte Wirkung.