Was ist Claude Design?
Anthropic hat ein neues Werkzeug namens Claude Design veröffentlicht. Es ist ein KI-Programm, das beim Erstellen von Webseiten, Apps und Präsentationen hilft. Man kann damit erste Entwürfe, sogenannte Prototypen, erstellen.
Claude Design befindet sich in einer Testphase, der Research Preview. Es basiert auf dem KI-Modell Claude Opus 4.7. Ein Modell steuert die Denk- und Arbeitsweise der KI.
Das Tool ist kostenlos für Abonnenten der Pläne Pro, Max, Team und Enterprise verfügbar. Für Unternehmen muss ein Administrator es zunächst freischalten.
Was kann Claude Design?
Bisher konnte die KI von Anthropic nur Texte schreiben und Fragen zu Bildern beantworten. Mit Claude Design kann sie nun auch beim Gestalten helfen.
Beispielvideos zeigen, dass es komplette Webseiten mit Animationen erstellen kann. Es hilft auch beim App-Design. Man gibt einen Befehl, einen Prompt, und die Arbeit beginnt.
Man kann im Chat mit der KI über das Design sprechen, Kommentare einfügen und Änderungen vornehmen. Mit Schiebereglern lassen sich Abstände, Farben und das Layout anpassen.
Für wen ist Claude Design?
Anthropic richtet sich vor allem an Entwickler, also Programmierer. Aber das Tool ist auch für Designer interessant.
Man muss nicht bei Null anfangen. Bestehende Dateien wie Designdateien oder Programmierprojekte können hochgeladen werden. Die KI berücksichtigt dann vorhandene Elemente, Farben und Schriftarten.
Man kann Bilder, Office-Dokumente und Programmiercode importieren. Ein Capture-Tool ermöglicht es, Elemente von bestehenden Webseiten zu übernehmen.
Der Kampf mit anderen Unternehmen
Claude Design erinnert an Google Stitch. Claude Design kann jedoch mehr und ist breiter aufgestellt. Ein Vorteil ist die Verbindung zu Claude Code, einem anderen Tool von Anthropic zum Programmieren.
Entwickler können mit Claude Design erstellte Entwürfe direkt in Claude Code weiterverarbeiten.
Canva ist der erste Export-Partner. Designs können nach Canva exportiert werden. Auch Figma, ein weiteres Design-Programm, kann Claude-Design-Entwürfe verarbeiten.
Warum ist das wichtig?
Anthropic greift an zwei Fronten an: gegen Google und gegen OpenAI. Google schien sich zwischen OpenAI und Anthropic gut zu positionieren. Jetzt kommt Anthropic mit Claude Design.
OpenAI hat eine gute Bild-KI namens DALL-E, aber kein vergleichbares Design-Tool. Kürzlich verbesserte OpenAI sein Programmsystem Codex als Gegenschlag zu Claude Code.
Es wird erwartet, dass OpenAI bald antwortet. Der Wettbewerb wird stärker, was für Nutzer gut ist, da die Programme besser und vielfältiger werden.
Wie funktioniert die Benutzung?
Man braucht einen Account bei Anthropic und ein kostenpflichtiges Abo. Für Unternehmen muss ein Administrator es freischalten.
Man beginnt mit einem Prompt, zum Beispiel „Erstelle eine Webseite für einen Pizza-Lieferservice.“ Die KI macht einen Vorschlag, den man im Chat besprechen und ändern kann.
Mit Schiebereglern kann man das Design in Echtzeit anpassen. Ist man zufrieden, kann man nach Canva oder Figma exportieren, den Code für Programmierer ausgeben oder direkt in Claude Code weiterarbeiten.
Vorteile von Claude Design
Es spart Zeit. Das Designen von Webseiten und Apps geht schneller. Die KI macht Vorschläge, der Mensch entscheidet und verbessert.
Es ist einfach. Die KI hilft bei schwierigen Aufgaben wie Animationen oder komplexen Layouts.
Die Integration mit anderen Tools ist flexibel. Man ist nicht auf ein Programm beschränkt.
Nachteile und Grenzen
Claude Design ist in der Testphase. Es kann Fehler machen. Die Ergebnisse sind nicht immer perfekt und müssen kontrolliert werden. Die KI ersetzt den Menschen nicht.
Man braucht ein kostenpflichtiges Abo. Für Schüler ist das vielleicht zu teuer.
Die KI hat Grenzen. Sehr kreative oder ungewöhnliche Designs sind schwierig, da sie mit Mustern aus vorhandenen Designs arbeitet. Ganz neue Ideen muss der Mensch einbringen.
Zukunft von KI-Design
Claude Design zeigt eine Richtung. KI wird im Design wichtiger. Sie hilft bei Routineaufgaben, macht Vorschläge und beschleunigt die Arbeit. Der Mensch trifft aber die Entscheidungen.
Der Wettbewerb wird spannend: Google hat Stitch, Anthropic hat Claude Design. OpenAI wird wahrscheinlich nachziehen. Canva und Figma integrieren KI. Das Feld entwickelt sich schnell.
Für Schüler, die später vielleicht Webdesigner oder App-Entwickler werden wollen, lohnt es sich, diese Entwicklung zu verfolgen. Man kann Artikel lesen oder Videos anschauen, um zu lernen, wie diese Tools funktionieren.
Quellenangabe: Dieser Artikel basiert auf einem Originalartikel: https://www.heise.de/news/Anthropic-stellt-Claude-Design-vor-KI-Werkzeug-fuer-Prototypen-und-Webseiten-11262940.html
