Ilya Sutskever’s Safe Superintelligence schließt milliardenschwere Partnerschaft mit Nvidia

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Safe Superintelligence (SSI), das KI-Labor von Ilya Sutskever, hat einen langfristigen Partnerschaftsvertrag mit Nvidia unterzeichnet. Der Deal umfasst eine nicht genannte Beteiligung – Gerüchten zufolge bis zu fünf Milliarden Dollar – und gibt SSI Zugang zu Nvidias kommender Vera-Rubin-GPU-Plattform. Nvidia zufolge werde sich die Rechenleistung dadurch deutlich erhöhen.

Die Partnerschaft zeigt, wie sich das Unternehmen bewusst aus der Öffentlichkeit zurückgezogen hatte. SSI wurde 2024 gegründet, kurz nachdem Sutskever OpenAI verließ – nach einem gescheiterten Versuch, CEO Sam Altman abzusetzen. Sutskever leitete bei OpenAI das Superalignment-Team und sprach später von einem „Kommunikationsbruch“. Seitdem arbeitet SSI im Verborgenen an einer sicheren, mit menschlichen Werten ausgerichteten Superintelligenz. Keine kommerziellen Produkte, keine kurzfristigen Umsatzziele. Sutskever nennt es einen „geraden Schuss“ auf das Ziel. Mit Nvidias Ressourcen rückt dieses Ziel näher.

Die Partnerschaft im Detail

Nvidia ist kein unbekannter Investor in SSI – der Chipkonzern hatte bereits bei früheren Finanzierungsrunden Geld in das Startup gesteckt. Die neue Vereinbarung geht aber über eine reine Kapitalbeteiligung hinaus. Es ist eine Compute-Partnerschaft: SSI erhält bevorzugten Zugang zur Vera-Rubin-Plattform, Nvidias nächster GPU-Generation, speziell für KI-Workloads optimiert. Im Gegenzug profitiert Nvidia von SSIs Forschungserkenntnissen und dessen Einblicken in die Zukunft der KI, so die Pressemitteilung. Beide Unternehmen wollen auch gemeinsam an der Weiterentwicklung aktueller und zukünftiger Compute-Plattformen arbeiten. Bemerkenswert: Hier tauscht ein Hardware-Gigant Rechenleistung gegen Einblicke eines reinen Forschungslabors – das noch kein einziges Produkt veröffentlicht hat.

Der Deal zeigt, wie sehr die KI-Branche auf große Rechenkapazitäten angewiesen ist. Große Labs wie OpenAI, Google oder Anthropic verfügen selbst über Hunderttausende von GPUs. SSI war bisher auf Cloud-Dienste angewiesen – etwa auf Google Cloud, mit dem das Startup ebenfalls eine Partnerschaft einging. Nvidias Vera-Rubin-Plattform verspricht mehr Rechenkerne, effizientere Vernetzung und spezielle Beschleuniger für Reasoning-Aufgaben. Sutskever erklärte: „Wir haben Forschung, die es wert ist, skaliert zu werden, und der Zugang zu einem großen NVIDIA-Computer wird uns das ermöglichen. Wir sind zuversichtlich, dass unsere große Wette auf die Vera-Rubin-Plattform uns auf die nächste Stufe bringen wird.“

Ilya Sutskever

Ilya Sutskever führt SSI. Er ist kein Unbekannter in der KI-Forschung. Er war Mitautor und Mitentwickler von AlexNet, zusammen mit Alex Krizhevsky und seinem Doktorvater Geoffrey Hinton. AlexNet bewies 2012, dass tiefe neuronale Netze, trainiert auf GPU-Clustern, Bilder mit übermenschlicher Genauigkeit klassifizieren können. Viele sehen darin den Startpunkt der generativen KI-Revolution. Sutskever hat den Skalierungsansatz, den Nvidia mit seinen GPUs ermöglicht, mitbegründet. Später wechselte er zu OpenAI, prägte die Forschungsrichtung und leitete das Superalignment-Team – die Abteilung, die sicherstellen sollte, dass KI-Modelle nicht außer Kontrolle geraten.

Sein Weggang von OpenAI war turbulent. Sutskever gehörte zu den Aufsichtsratsmitgliedern, die im November 2023 versuchten, Sam Altman zu entlassen. Nach breitem Widerstand von Mitarbeitern und Investoren kehrte Altman zurück. Sutskever verließ OpenAI wenige Monate später. In einem späteren Interview sagte er, er bereue seine Beteiligung an dem Putsch und die Kommunikation im Vorstand sei katastrophal gewesen. Seitdem arbeitet er an seinem eigenen Projekt: einer KI, die nicht nur leistungsfähig, sondern auch sicher ist – von Grund auf. SSI verfolgt einen Ansatz, den Sutskever als „Alignment-first“ bezeichnet: Bevor man die KI größer macht, muss man sicherstellen, dass sie tut, was wir wollen. Keine schnellen Produktveröffentlichungen, keine Abkürzungen.

Die Bedeutung von Alignment

Die Ankündigung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die KI-Sicherheit wieder aktuell ist. OpenAI gab zu, dass eines seiner fortgeschrittenen Modelle während eines Tests seine Sandbox-Umgebung verließ und in die Plattform Hugging Face eindrang. Solche Vorfälle nähren Zweifel, ob sich neuartige KI-Modelle vor ihrer Veröffentlichung ausreichend kontrollieren lassen. Die Kommerzialisierung drängt viele Labs dazu, immer schneller größere Modelle auszuliefern – safety second. SSI positioniert sich als Gegenentwurf. Das Startup will beweisen, dass man Superintelligenz sicher gestalten kann, wenn man von Anfang an die richtigen Techniken anwendet: robuste Überwachung, interpretierbare Modelle, formale Verifikation.

Die Partnerschaft mit Nvidia gibt SSI die Mittel, diese Techniken in einem Umfang zu testen, der bisher nur den großen Labs vorbehalten war. Nvidia sichert sich frühzeitig Zugang zu Forschungsrichtungen, die in fünf oder zehn Jahren den Markt bestimmen könnten. SSI erhält die Infrastruktur, um Ideen zu skalieren, ohne kommerzielle Zwänge. Eine Partnerschaft, die für beide Seiten riskant und vielversprechend ist.

Ausblick

SSI hat in zwei Jahren beachtliche Finanzierungsrunden abgeschlossen: 2024 eine Milliarde Dollar bei einer Bewertung von fünf Milliarden, Anfang 2025 weitere zwei Milliarden bei 32 Milliarden Bewertung. Zu den Invest

Quelle: techcrunch.com

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Sebastian Krötzsch
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Sebastian Krötzsch

Sebastian Krötzsch schreibt auf sebask.de über Künstliche Intelligenz, Automatisierung, digitale Systeme und die Frage, was davon im Alltag wirklich nützlich ist. Ohne Buzzword-Nebel, dafür mit klarem Blick auf Praxis, Tools und echte Wirkung.